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Konfirmation
Auch für die Konfirmation waren die Regeln und die "Kleiderordnung" früher strenger als heute. Außer einen kleinen Abriss darüber, findest du hier auch Vintagebilder, die du kostenlos herunterladen und verbasteln kannst, sowie Sprüche für Konfirmationskarten.
Der Anzug für die Konfirmation richtete sich nach den Gewohnheiten und Gepflogenheiten des Wohnortes. Normalerweise trugen die Jungen einen schwarzen Anzug, eine schwarze Krawatte und Handschuhe. Die jungen Mädchen trugen meist schwarze Kleider und weiße Handschuhe. An Schmuck war nur eine Kette mit einem Kreuz gestattet und das Konfirmationskleid wirkt nur dann fein und vornehm, wenn jeder unnütze Aufputz daran strengstens vermieden wurde. Vervollständigt wurde das Ganze durch das Gesangbuch und ein seidenes Taschentuch.
Während des Gottesdienstes wurde erwartet, dass sich die Konfirmanden und deren Begleiter "ernster, gesammelter Andacht" hingaben. Die kirchliche Feier sollte dem Konfirmanden eine erhebende Erinnerung für seine ganze Lebenszeit sein und durfte nicht durch oberflächliches Betonen unwichtiger Begleitumstände wie neuer Anzug, Festmahl, Geschenke usw. von seiner Höhe herabgezogen werden. Es war selbstverständlich Sache der Eltern, ihren Kindern die Feier zu dem zu gestalten, was sie in Wahrheit ist und sein sollte – ein segensvolles, inneres Erlebnis.
Eltern und Verwandte pflegten den Konfirmanden an diesem Ehrentage Geschenke zu machen. Meist handelte es sich dabei um gute Büchern oder für das ganze Leben bestimmten Gegenstände (Schmuck). Außerdem war es Sitte, dass die Paten ebenfalls Geschenke machten.
Der Geistliche wurde bezahlt. Ihm wurde in der Regel bei Abholung des Konfirmationsscheines ein Geldgeschenk überreicht; dieses musste von einer Karte des Absenders, ohne jeden weiteren Hinweis, begleitet sein. Es wären höchstens einige Dankesworte gestattet.
Einige Tage nach der Konfirmation hatte der Konfirmierte bei seinen Verwandten Besuche abzustatten. Dabei hatte der Konfirmant im Konfirmationsanzug zu erscheinen und hatte die Glückwünsche mit bescheidenem Danke entgegen zu nehmen. Bei jungen Mädchen galten diese Besuche gleichsam als der Eintritt in die Welt.
Brauch war es auch, den Eltern der Konfirmanden zu gratulieren. Dies geschah in Form von Karten oder besonderen Briefen, in denen dazu gratuliert wurde, dass es ihnen gelungen war, ihr Kind bis zum Eintritt in die Welt zu erziehen.
Sprüche
Die Angst macht unfrei, der Glaube frei.
Die Angst lähmt, der Glaube gibt Kraft.
Die Angst macht mutlos, der Glaube ermutigt
Die Angst macht krank, der Glaube heilt.
Die Angst macht untauglich, der Glaube tauglich.
(Ralph Waldo Emerson, 1803 - 1882)
Freundschaft mit Gott
Wenn ein Mensch mit Gott gut steht,
Der steht wohl, wenns übel geht;
Denn er kann die höchsten Gaben,
Vater, Bruder, Tröster haben.
Friedrich von Logau
Sei unbetört und unverstört!
Was zu des Lebens Glück gehört,
hat dir ein Gott gegeben;
und was er dir nicht gab, gehört,
o glaub es, nicht zum Leben.
Was du nicht hast, das ist die Last,
die du nicht aufgeladen hast;
du hast die Lust am Leben.
Sei unverstört und unbetört!
Was zu des Lebens Lust gehört,
das hat dir Gott gegeben.
Friedrich Rückert
Was dir der Himmel schickt,
das nimm du dankbar an;
und ist es minder gut,
so ist’s doch so getan,
dass es ein guter Mut
zum Besten wenden kann.
Friedrich Rückert
Stilles Reifen
Alles fügt sich und erfüllt sich,
musst es nur erwarten können
und dem Werden deines Glückes
Jahr’ und Felder reichlich gönnen.
Bis du eines Tages jenen
reifen Duft der Körner spürest
und dich aufmachst und die Ernte
in die tiefen Speicher führest.
Christian Morgenstern
Gottes Rätsel
Kinder sind Rätsel von Gott und schwerer, als alle, zu lösen,
Aber der Liebe gelingt’s wenn sie sich selber bezwingt.
Friedrich Hebbel
Ich will dich erhören und dich führen,
ich will sein wie eine grünende Tanne;
von mir erhältst du deine Früchte.
Hos 14, 9b
Das sind die Weisen,
die durch Irrtum zur Wahrheit reisen.
Die bei dem Irrtum verharren,
das sind die Narren.
Friedrich Rückert
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