Verse fürs Poesiealbum - 3. Teil


Weitere 10 Verse und Gedichte von großen Dichtern wie Goethe, Anzengruber, Rittershaus und Bodensteht. Diese Verse, auf Transparentpapier ausgedruckt, geben schöne Verzierungen beim Karten basteln ab.

***

Was ist es mit dem Leben,
Doch für 'ne arge Not,
Muss leiden und muss sterben
Zuletzt den bittern Tod.

Kam ich doch auf die Erden
Ganz ohne Wunsch und Will',
Ich weiß es nicht von wannen,
Und kenn' nicht Zweck und Ziel.

Es tritt die bunten Auen
Nur einmal unser Fuß,
Für kurze Zeit nur tauschen
Wir Händedruck und Gruß.

Und was uns auch von Freuden
Und Leiden zugewandt,
Das mehret und das mindert,
Sich unter Menschenhand.

Drum lasset uns in Freundschaft
Einander recht versteh'n,
die kurze Strecke Weges,
Die wir zusammengeh'n!
Ludwig Anzengruber

***

Von jedem Wege, den Du bist gegangen,
Bringst Du an dem Gewand ein Stäubchen mit
Von Jedem, der Dir durch das Leben schritt,
Bleibt eine Spur an deiner Seele hangen.
A. Zink

***

Wer mit dem Leben spielt,
Kommt nie zurecht.
Wer sich nicht selbst befiehlt,
Bleibt immer Knecht.

***

Ein Menschenherz ist wie die Blume
Die blühend auf dem Felde steht,
Die heute lustig prangt und duftet,
Die morgen schon der Wind verweht.

Die Blumen waren einstens Sterne
Und flammten hell in heil'ger Pracht,
Drum weinen auch die Blumen alle
In sternenheller Sommernacht. -

Ein Menschenherz ist ein vom Himmel
Herabgesunkner, lichter Stern,
Drum fühlt das Herz ein tiefes Sehnen,
Nach einer Heimat, die ihm fern!
Rittershaus

***

Ein treu Gedenken, lieb Erinnern,
Das ist die herrlichste der Gaben,
Die wir von Gott empfangen haben -
Das ist der gold'ne Zauberring,
Der auferstehen macht im Innern,
Was uns nach außen unterging.
Bodensteht

***

Willst du hienieden zufrieden werden,
Da nun einmal nichts vollkommen auf Erden,
So musst Du in Geduld Dich schicken,
Und da, wo's niedrig ist, Dich bücken.

***

Freundschaft und Liebe im schönen Verein
Erhalten dem Leben den Jugendschein.

***

Eines schickt sich nicht für alle!
Sehe jeder, wie er's treibe.
Sehe jeder, wo er bleibe,
Und wer steht, dass er nicht falle.

***

Du schöpfest an den Quellen
Und an des Meeres Wellen
Gleich viel in Deinen Wasserkrug:
Drum hege keine Sorgen
Für heute oder morgen;
Denn wer zufrieden, hat genug.

Aus Indien

***

Epheu und zärtlich Gemüt
Heftet sich an und grünt und blüht.
Kann es weder Stamm noch Mauer finden,
Es muss verdorren, es muss verschwinden.
Goethe

 




Anmelden

Folgen auf

www.gutefrage.net: Die große Ratgeber-Community für gute Fragen und hilfreiche Antworten



Weitere Fragen und Antworten zum Thema shabby chic finden Sie auf www.gutefrage.net